5. Dezember 2017 /

Metallografie um ein elektrolytisches Ätz- und Poliergerät erweitert

Die Metallografie am Institut für Strahlwerkzeuge wurde um ein elektrolytisches Ätz- und Poliergerät erweitert. Elektrolytische Polier- und Ätzverfahren ermöglichen das qualitativ hochwertige Präparieren von Versuchsproben.

Bestimmte Verfahren verbessern zudem die Analyse von metallischen Gefügen. Das elektrolytische Ätzverfahren nach Barker ermöglicht beispielsweise das Erzeugen von Farbätzungen in Aluminiumlegierungen. Die Ätzung beeinflusst die einzelnen Körner des Gefüges in Abhängigkeit von ihrer Orientierung. Betrachtet man so geätzte Proben unter linear-polarisiertem Licht, werden unterschiedlich orientierte Körner in unterschiedlichen Farben abgebildet. Die einzelnen Körner können besser voneinander unterschieden, identifiziert und vermessen werden. Die Abbildung zeigt den Querschliff einer Schweißnaht in der AlMgSi-Legierung AA6016. Die gerichteten Dendriten im Randbereich der Naht und die equiaxialen Dendriten in der Nahtmitte sind deutlich zu erkennen. Die Wachstumsrichtung in der Betrachtungsebene ist einfach zu identifizieren und die Größe der Körner kann vermessen werden.

Ansprechpartner: Liane Hoster und Christian Hagenlocher

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